• Author:Heinzmann, B.
  1. Untreated stormwater runoff can be an important source of pollutants affecting urban surface waters. To investigate the relevance of micropollutants in urban stormwater runoff for the city of Berlin, an event-based, one-year monitoring program for sampling of separate storm sewers was conducted. Monitoring points were selected in five homogeneous catchments of different urban structure types to consider catchment-specific differences. Volume proportional samples (one composite sample per event) were analysed for a comprehensive set of ~100 micropollutants determined from literature review (e.g. plasticisers [phthalates], biocides/pesticides, flame retardants [organophosphates, polybrominated diphenylethers], PAH, heavy metals) as well as standard parameters (TSS, total P, phosphate, ammonium, COD, BOD). For selected storm events, time resolved samples were analysed to investigate the concentration dynamics and evaluate first flush characteristics. Results of event mean concentrations show catchment-specific differences for the majority of detected micropollutants. Furthermore, results of time-resolved samples indicate that most parameters do not show clear first flush effects with concentrations of several micropollutants even remaining constant during the course of the storm event (e.g. mecoprop, carbendazim, TBEP).
  2. Im Rahmen einer etwa zweijährigen Studie wurde für Berlin erstmals das Ausmaß der Belastung von Regenabfluss mit Spurenstoffen durch ein einjähriges Monitoringprogramm in Einzugsgebieten unterschiedlicher Stadtstrukturtypen (Altbau, Neubau, Gewerbe, Einfamilienhäuser, Straßen) untersucht. Insgesamt wurden über 90 volumenproportionale Mischproben auf etwa 100 Spurenstoffe analysiert (z.B. Phthalate, Pestizide/Biozide, Flammschutzmittel, PAK, Schwermetalle), von denen ein Großteil (>70) detektiert wurde. Die höchsten Konzentrationen an organischen Spuren- stoffen wurden für Phthalate gefunden (DIDP+DINP: Ø 12 µg/L), während Schwermetalle von Zink dominiert wurden (Ø 950 µg/L). Für die Mehrzahl der Stoffe gab es dabei signifikante Unterschiede zwischen den Stadtstrukturen. In einem Fließgewässer genommene Proben zeigen, dass für einige Substanzen (z.B. DEHP, Carbendazim, einige PAK) Umweltqualitätsnormen im Gewässer bei Regen überschritten werden können. Eine Hochrechnung der über das Regenwasser in die Gewässer gelangenden Spurenstofffrachten für Gesamt-Berlin hat ergeben, dass Frachten regenwasserbürtiger Spurenstoffe in der gleichen Größenordnung wie schmutzwasserbürtige Spurenstoffe liegen können.
  3. A total of 27 existing measures of stormwater management were studied across scales from building level (vegetated buildings, rainwater use) to city quarter level (infiltration, de-paving, artificial lakes and streams, decentralised treatment) and catchment level (centralised treatment, storage). For each measure, the same performance indicators were quantified based on literature, monitoring and simulation results regarding six potential benefits (water/energy saving potential, improvement of landscape quality, increase in biodiversity, reduced urban heat exposure, improvement of groundwater and surface water bodies), indirect resource use (life cycle assessment) and direct cost. Results show that each measure has its strengths and weaknesses. Thus, it is expected that different combinations of measures will lead to increased benefits for different locations/settings. The developed measurebenefit/cost-matrix may support the finding of such improved combinations and is currently tested in a research project regarding its potential for problem-oriented urban planning in Berlin, Germany.
  4. Um einen guten Gewässerschutz zu gewährleisten und damit die Ziele der Europäischen Wasserrahmenrichtlinie umzusetzen, müssen auch die stofflich oft unterschätzten Niederschlagsabflüsse aus dem Trennsystem behandelt werden. Der Gesetzgeber hat im neuen Wasserhaushaltsgesetz § 55 geregelt, dass Niederschlagswasser entweder ohne Vermischung über eine Kanalisation abgeleitet werden soll, ortsnah versickert oder direkt (in Gräben) abgeführt wird. Der Neubau von Mischsystemen ist nicht mehr zugelassen. Die Belastung der Gewässer durch direkte Einleitung von Niederschlagswasser steigt, da dessen Verschmutzung u.a. durch das steigende Verkehrsaufkommen zunimmt. Vor allem Straßenabflüsse von Kreuzungen und auch Abflüsse von viel genutzten Parkplatzflächen können eine hohe Schadstoffbelastung aufweisen. Seit einigen Jahren wird deshalb in den meisten Bundesländern „behandlungsbedürftigem“ Niederschlagswasser unterschieden. Behandlungsbedürftiges Niederschlagswasser stammt überwiegend von Verkehrsflächen, die nach Angaben des Statistischen Bundesamtes annähernd 50 % der versiegelten Flächen in Deutschland ausmachen. Der Schadstoffeintrag von Wohn- oder Gewerbeflächen ist dagegen weitaus geringer. Daher steht die Behandlung von Niederschlagswasser von Verkehrsflächen zunehmend im Fokus. Anlagen zur Niederschlagswasserbehandlung werden bislang überwiegend „zentral“ am Auslass der Kanalisation angeordnet, die unterschiedlich belastete Flächen gemeinsam entwässern. Als zentrale Niederschlagswasserbehandlung kommen bisher Regenrückhaltebecken (RRB), die vorwiegend hydraulisch wirken, Regenklärbecken (RKB) mit und ohne Dauerstau, Retentionsbodenfilter (RBF) sowie Abscheideanlagen nach RiStWag zum Einsatz. Zur Nachrüstung bestehender Becken kommen Lamellenabscheider und technische Filteranlagen zur Anwendung. Besonders im dicht besiedelten urbanen Raum ist eine zentrale Behandlung von Straßenabflüssen aus Platzgründen nicht immer möglich. Um dennoch behandlungsbedürftiges Niederschlagswasser zu reinigen, stellen dezentrale Reinigungsanlagen eine Alternative und Ergänzung dar. Es existieren unterschiedliche Systeme auf dem Markt, welche auf dem Prinzip der Abscheidung durch Sedimentation, Filtration und Adsorption oder auf einer Kombination dieser Verfahren basieren. Als neue Sonderformen stehen Trägermaterialien wie Zeolithe, Zero-valentes Eisen (GEH) z.B. für die Behandlung von Niederschlagswasser, das von Kupferdächern stammt zur Verfügung. In einigen Projekten wurden dezentrale Reinigungsanlagen zur Behandlung von Straßenabflüssen bereits untersucht, meistens unter kontrollierten Randbedingungen. zwischen „nicht behandlungsbedürftigem“ und Um an die gewonnenen Ergebnisse anzuknüpfen und weitere Erfahrungen über ihre Leistung in situ und deren Betriebsaufwand zu sammeln, wurde am Fachgebiet Siedlungswasserwirtschaft der TU Berlin in enger Kooperation mit der Ingenieurgesellschaft Prof. Dr. Sieker mbH (IPS), dem Kompetenzzentrum Wasser Berlin (KWB), den Berliner Wasserbetrieben (BWB) und der Berliner Stadtreinigung (BSR) das Projekt „Dezentrale Reinigung von Straßenabflüssen“ bearbeitet. Die Ziele des Projektes bestanden darin, Aussagen über verschiedene Technologien zur dezentralen Reinigung von Straßenabflüssen hinsichtlich der stofflichen Rückhalteleistung und dem Betriebsverhalten zu treffen. Dafür wurden im öffentlichen Straßenraum in Berlin (Clayallee) sowie auf einem Betriebshof der Berliner Stadtreinigung verschiedene Systeme untersucht. Zusätzlich erfolgte eine Untersuchung der Anlagen unter definierten und reproduzierbaren Bedingungen an einem Teststand. Die Ergebnisse wurden mit den Erkenntnissen der in situ Untersuchung verglichen. Weiterhin wurden abschätzende Modellierungen auf Einzugsgebietsebene, eine Kostenvergleichsrechnung sowie eine Ökobilanz erstellt. Das Projekt lief vom 01.11.2012 bis zum 30.09.2015.
  5. (2016): A modelling approach for assessing acute river impacts of realistic stormwater management strategies. p 4 In: 8 th International Conference on Sewer Processes and Networks. Rotterdam, The Netherlands. 31 August – 2 September 2016
    Conventional sewer models such as SWMM or InfoWorks CS are widely used to analyse effects of relative runoff reduction or storage capacity increase on a global scale. However, the applied tools are usually insufficient for planning precise stormwater management strategies on city quarter scale. We propose a modelling approach that combines a 1D sewer model and a river water quality model with a detailed hydrological rainfall-runoff model that includes model components for a multitude of sustainable urban drainage systems (SUDS). The modelling approach is demonstrated to evaluate realistic measure combinations developed for a city quarter in Berlin, Germany. Results show that negative river impacts of combined sewer overflows (CSO), in our case fish-critical oxygen conditions, can be completely prevented with a set of adequate measures.
  6. Facilitating and improving decision-making in urban stormwater management is a key goal of the interdisciplinary research project “Concepts for urban rainwater management, drainage and sewage systems” (KURAS). By reinstating a more natural hydrological cycle, by increasing infiltration, evapotranspiration and stormwater reuse at the building or neighborhood level, e.g. via green roofs, pervious surfaces, swales and artificial ponds, to name but a few, stormwater management has the potential not only to reduce flooding and river degradation but also to improve landscape and habitat quality, the urban climate and resource efficiency, to reduce costs, and to respond more flexibly to uncertain future conditions. These multiple potential benefits have been valuated in a systematic way, thus providing a quantitative and comparative assessment of the effects of the various approaches to stormwater management as a basis for decision-making. An important element is the stakeholder involvement in planning in order to expose interests, resolve conflicts and to discuss existing financial, legal, administrative and knowledge-related barriers to adapted urban stormwater management. For two representative neighborhoods in Berlin, Germany, alternative and realistic stormwater management scenarios have been developed based upon an analysis of the current state and evaluated using the effect indicators. Central actors for stormwater management in Berlin are collaborating with other stakeholders in the sample neighborhoods to formulate and prioritize goals regarding the selection of measures, to discuss the evaluation results and to develop transition strategies. The presentation will focus on this experience of stakeholder participation in the design of stormwater management systems on the neighborhood scale. It will present preliminary findings to be translated into recommendations for policy makers and practitioners.
  7. Im Rahmen eines Planspiels wurden für ein Stadtquartier Kombinationen der Regenwasserbewirtschaftung erstellt und wissenschaftlich bewertet. Die verwendete Methode kombiniert dazu lokale Bedingungen (Problemlage, Machbarkeit von Maßnahmen und lokale Ziele) mit einer Bewertung von 27 Einzelmaßnahmen hinsichtlich ihrer vielfältigen Effekte. Die Ergebnisse zeigen zunächst, dass eine skalenübergreifende Kombination von Maßnahmen vom Gebäude bis zum Kanaleinzugsgebiet ein großes Potenzial für die Verbesserung der städtischen Umwelt (Gewässer und Biodiversität) und Lebensqualität (Stadtklima, Freiraumqualität, Nutzen auf Gebäudeebene) hat. Die verwendete Methode erwies sich als gut geeignet für die Auswahl effektorientierter (und machbarer) Maßnahmen und für deren gezielte Platzierung in Problemräumen. Die Erfahrungen zeigen aber auch, dass die Methode optimiert werden muss, um eine bestimmte Zielerreichung (z.B. Kostenrahmen oder Einleitbeschränkung) während der Planung zu berücksichtigen.
  8. To support decision makers in planning effective combined sewer overflow (CSO) management strategies an integrated modelling and impact assessment approach has been developed and applied for a large urban area in Berlin, Germany. It consists of an urban drainage model, a river water quality model and a tool for the quantification of adverse dissolved oxygen (DO) conditions in the river, one of the main stressors for urban lowland rivers. The coupled model was calibrated successfully with average Nash- Sutcliffe-efficiencies for DO in the river of 0.61 and 0.70 for two validation years. Moreover, the whole range of observed DO concentrations after CSO down to 0 mg L-1 is simulated by the model. A local sensitivity analysis revealed that in the absence of CSO dissolved oxygen principally depends on phytoplankton dynamics. Regarding CSO impacts, it was shown that 97% of the observed DO deficit can be explained by the three processes (i) mixing of river water with CSO spill water poor in DO, (ii) reduced phytoplankton activity due to CSO-induced turbidity and (iii) degradation of organic matter by heterotrophic bacteria. As expected, process (iii) turned out to be the most important one. However depending on the time lag after CSO the other processes can become dominant. Given the different involved processes, we found that different mitigation schemes tested in a scenario analysis can reduce the occurrence of critical DO deficits in the river by 30-70%. Overall, the study demonstrates that integrated sewer-river-models can be set up to represent CSO impacts under complex urban conditions. However, a significant effort in monitoring and modelling is a requisite for achieving reliable results.
  9. We investigate water quality of a small urban river during dry and wet weather conditions, including both standard parameters and trace organics. The monitored river stretch receives both effluents from WWTP as well as (separate) stormwater runoff of an impervious area of 11 km2. Results show increases in concentrations in the river during rain events with a factor > 20 for zinc, polycyclic aromatic hydrocarbons, two herbicides and one flame retardant. Also, substances which are expected both in WWTP effluent and in stormwater effluents were detected at important concentrations in the river during wet weather, such as the corrosion inhibitor Benzotriazole (0.8 µg/L on average) and the plasticizer Diisodecyl phthalate (4.0 µg/L on average). The presented results are preliminary and will be complemented by more results and substances as well as an assessment of the relevance of the findings.
  10. A study is conducted to determine the relevance of micropollutants in urban stormwater runoff. To evaluate for the first time city-wide annual loads of stormwater-based micropollutants entering urban surface waters, an event-based, one-year monitoring program was set up in separate storm sewers in Berlin. Monitoring points were selected in 5 catchments of different urban structures (old building areas <1930, newer building areas >1950, single houses with gardens, roads >7500 vehicles/day and commercial areas) to consider catchment-specific differences. Storm events of different characteristics were sampled up to four hours during different seasons by automatic samplers triggered by flow meters. Volume-proportional samples (one composite sample per event) were analysed for a set of 100 parameters including 85 organic micropollutants (e.g. flame retardants, phthalates, pesticides/biocides, PAH), heavy metals and standard parameters. So far (70/88 samples), 60 organic micropollutants were at least once detected in stormwater runoff of the investigated catchment types. Concentrations were highest for phthalates with average concentrations of 13 µg/L for diisodecyl phthalate. For heavy metals, concentrations were highest for zinc (average: 950 µg/L). Results also showed catchment-specific differences for many compounds as well as seasonal differences for selected pollutants which can be used to improve micropollutant strategies and potentially prevent loads at the source.